Beiträge von Administrator

Samstag – PlanB goes Inihaus

soli

Live on Stage:

- Three Chord Society (www.myspace.com/threechordsociety )
- She Wants Chaos ( www.myspace.com/shewantschaos )
- We Need Guns (www.myspace.com/weneedguns )
- Terminal ( http://www.myspace.com/terminalrox )

Aftershow Dj :
Minimal Silence

Traumpiloten haben leider wider abgesagt

Ein satz mit x „das war wohl -NIX- !“

„Indymedia“

+++ Aufmarsch von knapp 60 Nazis in Neumünster endet am Bahnhofsausgang +++ 400 Antifaschist_innen in der Stadt vielfältig aktiv +++
Für heute, 21. August 2010 hatten schleswig-holsteinische Neonazis einen Aufmarsch in Neumünster angekündigt. Vorgeblich wollten diese „Preußenkönig“ Friedrich II. anlässlich dessen Todestag am 17. August gedenken. Offensichtlich war jedoch, dass es sich hierbei um einen Vorwand handelte, eine Ersatzveranstaltung für das seit einigen Jahren verbotenene, in der NS-Szene bedeutsame Gedenken an den NS-Kriegsverbrecher und Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess durchzuführen, dessen Todestag sich gleichzeitig mit dem Friedrichs II. jährt.

Seit Bekanntwerden vor zwei Wochen mobilisierten antifaschistische Gruppen aus Schleswig-Holstein und das Neumünsteraner Bündnis gegen Rechts kurzfristig zu Gegenaktivitäten. Bereits ab 9 Uhr versammelten sich zahlreiche Antifaschist_innen am und um den Neumünsteraner Bahnhof. Einige beteiligten sich an der antifaschistischen Bündnis-Kundgebung auf dem Konrad-Adenauer-Platz, andere begannen an der Bahnhofstraße nahe des erwarteten Naziauftaktortes an einem Parplatz am Kleinflecken die angekündigten Route des Aufmarsches zu blockieren. Um etwa 10.15 Uhr zog infolge der Anreise von etwa 70 Antifaschist_innen mit dem Zug aus Kiel eine Spontandemo von gut 100 Menschen vom Bahnhof zur Blockade. Ein Großteil der Teilnehmer_innen begab sich daraufhin direkt weiter zum Kleinflecken. Hier kam es zu einem kurzen aber brutalen Polizeieinsatz mit anschließendem Schlagabtausch, bei dem einige Antifaschist_innen verletzt wurden. Zu Hochzeiten beteiligten sich an der Blockade um die 150 Menschen. Parallel dazu bewegten sich zahlreiche Gruppen von Antifas durch den Innenstadtbereich oder an der angekündigten Naziroute.

Gegen 11 Uhr kam schließlich eine Gruppe von 70 Neonazis im Bahnhof an, die sich größtenteils zuvor in Hohenweststedt gesammelt hatte. Im Tunnel des Bahnhofs wurde die Gruppe, zu der nach und nach noch weitere Nazis stießen, von der Polizei am Ausgang zum Postparkplatz, in dessen unmittelbarer Nähe sich der linke Treffpunkt AJZ befindet, am Rausgehen gehindert. Uunter anderem, weil der Demoanmelder Jörn Gronemann aus Lübeck alkoholisiert gewesen sein soll und weil die Polizei nach eigenen Angaben die Sicherheit der Nazis nicht garantieren konnte, wurde ihnen eine Kundgebung auf dem Postparkplatz statt der angemeldeten Demorute angeboten. Nachdem die Nazis sich hierauf nicht einlassen wollten, beendeten sie ihre Veranstaltung freiwillig und kassierten kurzer Zeit später Platzverweise, woraufhin der Großteil der Nazis schon gegen 12.30 Uhr wieder in Zügen Richtung Hohenweststedt und Kiel die Stadt verließ. In Hohenweststedt sollen sich ein paar Nazis infolge dessen noch mit Polizist_innen angelegt haben. Andere dürften sich auf das heute Abend stattfindende NPD-Sommerfest auf einer Koppel in Bünsdorf bei Rendsburg verzogen haben.

Im Laufe des Tages soll es im Bereich der Neumünsteraner Innenstadt immer wieder zu energischen Unmutsbekundungen und auch erfolgreichen Angriffen auf herumirrende Nazis, die ihre eigene Demo nicht finden konnten oder die sich nach der Auflösung am Bahnhof durch die Stadt bewegen wollten, gekommen sein. Insgesamt zog sich dieses für Nazis sehr ungemütliche Szenario noch über den gesamten Nachmittag hin. Dabei kam es zu einigen Personalienfeststellungen und auch (nach Polizeiangaben) 9 Fest- und Gewahrnahmen von Antifaschist_innen, von denen aber nach derzeitigem Kenntnisstand alle wieder draußen sind.

Insgesamt war der heutige Tag ein absoluter Reinfall für die schleswig-holsteinische Naziszene: Kein Aufmarsch, keine Öffentlichkeit, Platzverweise und einige blaue Flecken sprechen dafür. Dass der Ausfall des Naziaufmarsches scheinbar politisch gewollt war und durch eine entsprechende Polizeistrategie provoziert wurde – was für Neumünster ein absolutes Novum darstellt – ist kaum von der Hand zu weisen. Eine aus dem Boden gestampfte Antifa-Mobilisierung im Vorfeld, die auf den Hitergrund des Hess-Gedenkens aufmerksam machte und das vielfältige Agieren von bis zu 400 Antifaschist_innen am heutigen Tage hat jedoch einen würdigen Anteil dazu beigetragen.

21.08.: Nazi-Aufmarsch in Neumünster verhindern!

UPDATE VOM 19.08.:

Die Anfahrtszeiten wurden geändert, siehe unten.
Hier außerdem zum Artikel Situation vor dem Naziaufmarsch.

Der Startpunkt der Nazis wurde vom Kleinflecken auf den Parkplatz zwischen Schleusberg und Wasbeker Straße verlegt!

[Bisher war geplant, dass die Nazidemo ab 11 Uhr auf dem Kleinflecken zusammenkommt und dann folgende Route läuft: Kleinflecken – Bahnhofstr. – Linienstraße – Wippendorfstraße – Goebenstraße – Roonstraße – Log In – Wasbeker Straße – Hansaring – Schleusberg – Kleinflecken]

Das Ordnungsamt hat angekündigt, dass eine verkürzte Route geplant ist, falls es zu Blockaden oder anderen Gegenaktivitäten kommen sollte. Die Nazis haben gegen die Auflagen geklagt, ein Ergebnis steht noch aus.

demo route

Antifaschistische Aktivitäten

Auf dem Konrad-Adenauer-Platz ist von 9-14 Uhr eine Kundgebung angemeldet, welche als Anlaufpunkt für AntifaschistInnen dienen sollen. Daneben werden einige Menschen versuchen, die Route der Nazis friedlich zu blockieren, und zwar an der Kreuzung in der Bahnhofsstraße (siehe Karte). Weitere Aktionen sind erwünscht.

Es wird für den 21.8. in Neumünster eine Infostruktur geben. Den Ticker findet ihr hier , fürs Handy gilt diese Adresse: http://2108nazifrei.wap.sh

Die Telefonnummern lauten für den EA 0174 842 0175 und für das Infotelefon 0174 845 7008.

Die AJZ (Aktion Jugendzentrum) in der Friedrichstraße wird ab dem Nachmittag, im Anschluss an die Aktionen gegen den Naziaufmarsch geöffnet haben und kann als Anlaufpunkt genutzt werden. Am Abend findet hier ein Antifa-Soli-Konzert mit der Band „Stumbling Pins“ aus Kiel statt.

Gemeinsame Anreise aus anderen Städten

Nutzt die Treffpunkte, gemeinsam können wir die Nazis stoppen!

Kiel: Treffen: Treffen 9.40 Uhr Hauptbahnhof / Abfahrt der RB um 9.55 Uhr
Lübeck: Treffen 7.50 Uhr Lübeck Hauptbahnhof (aktuelle Infos bei Basta! Linke Jugend)
Hamburg: Treffen 9 Uhr Reisezentrum / Abfahrt 9.20 Richtung NMS (aktuelle Infos bei a² Hamburg)

Bei allem gilt: Informiert euch kurzfristig über den aktuellen Stand. Je nachdem was sich herausstellt, können sich die Abfahrtszeiten und/oder die Treffpunkte in Neumünster noch ändern. Bleibt flexibel, checkt regelmäßig www.antifa-kiel.org & http://antifanms.blogsport.de

Der Aufruf:

Für den 21. August kündigen Neonazis aus Schleswig-Holstein einen „Ehrenmarsch“ anlässlich des Todestages des Preußenkönigs Friedrich des Großen in Neumünster an. Friedrich der Große starb am 17.8.1786 – für die Nazis allerdings wohl nur ein Vorwand an diesem Datum aus einem ganz anderem Grund auf die Straße zu gehen. Der 17. August steht innerhalb der Naziszene vor allem für das „Gedenken“ an den Hitler-Stellvertreter und Nazi-Kriegsverbrecher Rudolf Hess, welcher am 17.8.1987 im Gefängnis in Spandau Selbstmord beging. Hess war u.a. an der Judenverfolgung im besetzten Polen beteiligt.
Den zentralen Aufmarsch der Szene, der bis 2004 im bayerischen Wunsiedel, dem Ort wo Hess begraben liegt, stattfand, gibt es in dieser Form auch dank antifaschistischer Intervention nicht mehr. Seit dem kommt es jährlich immer wieder, auch in Schleswig-Holstein, zu „spontanen“ Aktionen von Neonazis rund um dieses Datum, die Bezug auf den Tod von Hess nehmen.

Den angekündigten Aufmarsch in Neumünster bewerben sowohl der Landesverband der NPD, als auch ein aus dem Kreis der neonazistischen „Aktionsgruppen“ betriebenes Internetprojekt. Nachdem es am 16.8.2008 zu einer nächtlichen „Spontandemonstration“ von etwa 40 Nazis in Kiel kam und 2009 etwa genauso viele Nazis am 17.8. einen „Fackelmarsch“ in Kellinghusen durchführten, wollen die schleswig-holsteinischen Neonazis nun offensichtlich einen legalen Rahmen für ihre Verehrung des Kriegsverbrechers Hess schaffen. Aus diesem Grund wurde wohl nun auch Friedrich der Große aus der Mottenkiste gezerrt. Bundesweit werden solche Veranstaltungen immer wieder von den Behörden verboten, da es sich um offensichtliche Ersatzveranstaltungen für den verbotenen Aufmarsch in Wunsiedel handelt.

Die Nazis wollen am Samstag den 21.8. um 11 Uhr am Bahnhof in Neumünster aufmarschieren.

Wir werden diesem geschichtsrevisionistischen und NS-verherrlichenden Aufmarsch nicht tatenlos zuschauen. Dort, wo Neonazis ihre Ideologie der Ausgrenzung und Unterdrückung, ihren Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus auf die Straße tragen, werden wir ihnen mit aller Kraft und Entschlossenheit entgegentreten.

Gemeinsam werden wir den Naziaufmarsch stoppen!

Samstag | 21. August 2010 | Antifa-Aktionen
9 Uhr | Bahnhof | Neumünster

Wollt ihr bei der Mobilisierung helfen? Plakat und Flyer hier runterladen und dann entweder ausdrucken oder digital weiterschicken.

Kein Fußbreit den Faschisten!

Dem Naziaufmarsch am 04.09.2010 in Dortmund entgegentreten!

fadpa
Ein verdrehter Antikriegstag

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Das „Event“ der „Autonomen Nationalisten“

Einige Zeit lang schien es, als würde sich dieser Neonazi-Aufmarsch unter Federführung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten” zu einem wichtigen Tag im Kalender der aktionsorientierten extremen Rechten entwickeln, da bei dem Aufbau dieses Ereignisses besonders auf den „Event-Charakter” Wert gelegt wurde. Während zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Neonazis erschienen, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an. Das Gewaltpotential bei Aufmärschen der Dortmunder Neonazis hat in dieser Zeit massiv zugenommen; 2009 etwa überfielen circa 400 Neonazis aus einer Spontandemonstration heraus die 1. Mai- Demonstration des DGB.

Diese Erfolgsgeschichte erfuhr im letzten Jahr einen empfindlichen Einschnitt. Denn 2009 ist es gelungen, den Mythos des „Nationalen Antikriegstags“, den die Dortmunder Neonazis in jahrelanger europaweiter Mobilisierungsarbeit versucht hatten aufzubauen, erfolgreich zu beschädigen. In der Stadt kam Einiges in Bewegung, und letztlich gestaltete es sich für die Polizei durch die zahlreichen Gegenaktivitäten zu schwierig, den Schutz für die Nazidemonstration zu gewährleisten. Der „Nationale Antikriegstag“ blieb somit weit hinter den Erwartungen der Nazis zurück, die mit ansehen mussten, wie ihre „Erfolgsstory” in einer Kundgebung buchstäblich stehen blieb. Doch das letztjährige Debakel hindert die Dortmunder Autonomen Nationalist_innen nicht daran, weiterhin an der Etablierung eines „Nationalen Antikriegstages” festzuhalten. Für dieses Jahr haben die Dortmunder Neonazis an drei Tagen rund um das erste Septemberwochenende (3.,4.,5. September) Aktionen und Veranstaltungen angemeldet und die europaweite Mobilisierung ist in vollem Gange.

Dortmund – ein “Labor”?

Weiterhin gibt es in Dortmund eine aktive und gefährliche Naziszene.
Dortmund ist mittlerweile eine Hochburg der sogenannten „Autonomen Nationalisten” in Deutschland geworden. Durch den permanenten Zuzug von Neonazi-Kadern aus anderen Regionen ist hier so etwas wie ein „Labor” für diejenigen Neonazis entstanden, die versuchen einen neuen aktivistischen und militanten Stil in der Neonaziszene zu etablieren. Die sogenannten „Autonomen Nationalisten” haben sich Kleidungsstil und Aktionsformen der linksradikalen Autonomen angeeignet und dabei völkisch und nationalsozialistisch umgewandelt.

In den vergangenen Monaten ließ die Dortmunder Naziszene ihren Frust über das eigene Versagen in 2009 vor allem an den Nazigegner_innen, derer sie habhaft werden konnten, aus. Besonders hart traf es eine Familie im Stadtteil Dorstfeld, die von dort ansässigen Nazis derartig terrorisiert wurde, dass sie sich schließlich gezwungen sah, aus dem Stadtteil fortzuziehen.

Der Neonazismus und die Stadt

Für einen handfesten Skandal sorgte der ehemalige Chef der Feuerwehr Dortmund, heutiger Leiter eines stadteigenen Institutes für Feuerwehrtechnik und langjähriges Mitglied der SPD: Klaus Schäfer. Nachdem er Ende April als Teilnehmer einer Neonazikundgebung in Erscheinung trat, konnten Antifaschist_innen in Erfahrung bringen, dass Schäfer bereits seit einiger Zeit aktives Mitglied der Dortmunder Naziszene ist und beispielsweise auch an der Kundgebung am 5. September 2009 teilnahm. Auch wenn Schäfer umgehend suspendiert wurde, zeigt sich hier deutlich, dass Neonazismus in Dortmund längst nicht nur ein Jugendphänomen ist.

In der Dortmunder Öffentlichkeit hat sich seit letztem Jahr Einiges bewegt. Den Naziaufmarsch haben viele Akteur_innen gegen Rechts als Aktionsfeld genutzt. Am 5. September fand eine Vielzahl von Veranstaltungen statt, die dazu beitrugen, dass der Handlungsspielraum der Nazis stark eingeschränkt wurde. Zu einem aktiven Vorgehen gegen den Aufmarsch der Nazis konnten sich viele dieser Akteur_innen jedoch nicht durchringen; es wurde auch dann noch an Veranstaltungen festgehalten als längst klar war, dass die Nazis sich weitab von diesen im Hafen treffen würden.
Weiterhin problematisch ist zweifellos die Herangehensweise der offiziellen Stellen. Während Stadt und Polizei mit jahrelanger Verspätung aufgefallen ist, dass Dortmund ein Naziproblem hat, gefallen sich die verantwortlichen Amtsträger_innen in ihrer neuen Rolle als „Kämpfer_innen gegen Rechts”. So glaubt der Sonderbeauftragte der Stadt für „Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, Hartmut Anders-Hoepgen inbrünstig: “Dortmund ist eher eine Hochburg des Widerstands gegen Rechts.” Substantielles Engagement gegen Neonazis ist von diesen Leuten jedoch nach wie vor nicht zu erwarten. Eine Menge Geld hat die Stadt Dortmund zuletzt in die Erstellung einer Studie über die Dortmunder Naziszene gesteckt. Das Resultat war mehr als dürftig: Über die Verfasstheit der Neonaziszene liefert die Studie keine Erkenntnisse; die Arbeit von Antifa-Gruppen wird völlig ausgeblendet.

Auf zu neuen Taten!

Gerade die Arbeit linker Antifa-Gruppen hat dazu beigetragen, dass die Dortmunder Naziszene deutlich weniger frei agiert als noch vor zwei Jahren.
Mit regelmäßigen Aktionen wie dem Gedenken an Thomas Schulz und den Protesten am Antikriegstag ist es gelungen, das Naziproblem zum Thema zu machen. Doch auch abseits solcher Events findet eine kontinuierliche Arbeit statt. Zuletzt gründeten Dortmunder Antifa-Gruppen das “Dortmunder Antifa Bündnis”, um diese Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Für den September gilt es nicht nur an all dies anzuknüpfen, sondern auch mit gemeinsamer Anstrengung einen weiteren Schritt dahin zu gehen, dass ein Nazi-Event wie der “Nationale Antikriegstag” in Dortmund keine Zukunft hat. Das S4-Bündnis ruft dazu auf, am ersten Septemberwochenende nach Dortmund zu kommen und gegen den Naziaufmarsch auf die Straße zu gehen!

*Auf zu neuen Taten! – Dem Naziaufmarsch am 4. September in Dortmund entgegentreten.

17. Juni Naziaufmarsch in Dresden verhindern !

Am Abend des 17. Juni 2010 wollen Neonazis unter dem Motto „Damals wie heute: Alle Macht dem Volke!“ anlässlich des Arbeiteraufstands von 1953 demonstrieren. Dazu wird nicht nur in den Kreisen des NPD KV Dresden mobilisiert, sondern auch im regionalen Spektrum der so genannten „Freien Kräfte“.

Ein so genannter „Dresdner Aktionskreis 17. Juni 1953″ ruft zu der Veranstaltung auf. In der üblichen neonazistischen Manier versuchen sie den Aufstand von 1953 heute in ihre ideologischen Denkmuster zu integrieren und hier eine Brücke zu schlagen zu aktuellen sozialen Mißständen und der vermeintlichen Unterdrückung sowie Unterversorgung des „deutschen Volkes“.

Wir möchten Neonazis unter welchem Motto auch immer nicht demonstrieren lassen. Daher rufen wir dazu auf, am 17. Juni gegen den Neonazi-Aufmarsch zu demonstrieren.
Dabei teilen wir den Aktionskonsens, mit dem schon zum 13. Februar der Neonazi-Großaufmarsch verhindert werden konnte. „Von uns wird keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.“

Die Neonazis wollen sich um 18.30 Uhr an der Panzerkette auf dem Postplatz treffen und um 19 Uhr beginnen.

Schon um 17 Uhr treffen wir uns zur Kundgebung auf dem Postplatz.

Kein Vergeben – Kein Vergessen ! [Alberto Adriano]

Albert adriano

10 Jahre nach dem Mord an Alberto Adriano hat sich nicht viel geändert.Migrant_innen, Antifaschist_innen, Homosexuelle, Obdachlose und Andersdenkende sehen sich immer noch Angriffen durch Neonazis und Rassisten ausgesetzt.In einem gesellschaftlichen Klima bestehend aus Alltagsrassismus, Antisemitismus und Homophobie, staatlich betriebener „Ausländerpolitik“ (die nichts anderes als institutioneller Rassismus ist), zwingt man Migrant_innen dazu, unter katastrophalen Lebensbedingungen in Lagern zu wohnen. So werden sie in die ständige Angst der Abschiebung in ihre vermeintlichen „Herkunftsländer“ versetzt, es werden Arbeitsverbote sowie Residenzpflicht verhängt und damit die sowieso schon mehr als prekäre Lebenssituation noch mehr verschlechtert, statt es ihnen möglich zu machen, ihre Lebensbedingungen selbst bestimmen zu können. Dazu kommen ständige Schikanen durch Ausländerbehörden oder rassistische Polizeikontrollen.

Der Mord

Es ist die Nacht auf Pfingstsonntag, den 11. Juni im Jahr 2000.Zwei 16-jährige Neonazis aus Wolfen verpassen ihren Zug und lernen einen 24-jährigen Neonazi aus Bad Liebenwerda kennen, der ebenfalls seinen Zug verpasst hatte.Gemeinsam beschließen die drei Angetrunkenen grölend durch die Stadt zu ziehen.Dabei schreien sie Parolen wie „hier marschiert der nationale Widerstand“, „Sieg Heil!“ und dergleichen durch die fast menschenleeren Straßen in Dessau (Sachsen-Anhalt).Wenig später, gegen 1:45 Uhr treffen sie auf ihr Opfer, den gebürtigen Mosambikaner Alberto Adriano. Für die drei Neonazis damals Grund genug diesen zu beschimpfen und zu schlagen. Als Adriano zu Boden geht, treten die Täter – einer von ihnen mit Stahlkappenschuhen – minutenlang, vorwiegend auf seinen Kopf ein.Selbst als sich Adriano nicht mehr regt, lassen sie nur kurz von ihm ab.Sie kehren zu ihrem Opfer zurück, stehlen ihm seine Armbanduhr, treten wieder minutenlang unter rassistischen Beschimpfungen wie „du Negerschwein!“ auf ihn ein und entkleiden den bewusstlosen Mann.

Da Anwohner die Polizei alarmieren, können die drei Neonazis wenig später festgenommen werden. Noch in der gleichen Nacht kommen alle drei in Untersuchungshaft.Alberto Adriano wird am 14. Juni 2000 aufgrund seiner schweren Kopfverletzungen für hirntot erklärt. Der Fleischer, der mit Unterbrechungen seit 1980 in Deutschland lebte, hinterlässt eine Frau und drei Kinder.Als die Tat bekannt wird, mobilisieren Antifa und das „Bündnis gegen Rechtsextremismus“ (BgR) zu einem gemeinsamen Trauermarsch. Fünf Tage nach der Tat und zwei Tage nach Bekanntwerden des Todes von Alberto folgen dem Aufruf ca. 5000 Menschen. Im Anschluss bringen weit mehr als 1000 Antifaschist_innen in einer kraftvollen Demonstration ihre Wut zum Ausdruck.

10 Wochen nach dem Mord begann am 22. August 2000 in Halle der Prozess gegen die 3 Mörder Adrianos. Am 30. August 2000 werden alle drei Täter wegen gemeinschaftlichem Mord verurteilt. Die beiden 16-jährigen Frank Miethbauer und Christian Richter erhalten Haftstrafen von 9 Jahren , der 24-jährige Enrico Hilprecht erhält eine lebenslange Freiheitsstrafe. Alle 3 gaben als Motiv für den Mord an Alberto Adriano Fremdenhass“an.

grabsetin

Kein Vergeben – Kein Vergessen !

In Gedenken an jedes Nazi-Opfer !

Alternative Jugendkultur in Segeberg – HaK

Wir do­ku­men­tie­ren einen Eintrag auf www.HotelAmKalkberg.de :

„Liebe Hak-Freunde,

wie einige ja vielleicht schon wissen war gestern ,den 19.05, eine Sitzung im Rathaus bei der es um die Zukunft des Hak’s ging.
Das Fazit ist erschütternt, denn leider wird der Vertrag nicht verlängert werden.

Das bedeutet das wir jetzt das Angagement von jedem benötigen, um ein neues Objekt zu finden, in dem wir das Hak weiter aufrecht erhalten können.
Hierzu könnt ihr euch Telefonisch oder per E-mail bei uns melden, wenn ihr eine realistische Location habt.
Die nötigen Kontaktdaten werden bis morgen unter dem Menüreiter „Kontakt“ freigegeben.

Wir müssen jetzt alle Zusammen arbeiten, damit das Hak weiter bestehen kann!

MFG
Euer Hak-Team“


Solidarisiert euch mit dem HaK !
Für Alternative Jugendkultur in Segeberg

Solidarität mit dem Buchladen Zapata

Wir do­ku­men­tie­ren eine PM des Kie­ler Buch­la­dens Za­pa­ta:

„Pres­se­mit­tei­lung des Buch­la­den Za­pa­ta

Der­Buch­la­den Za­pa­ta wurde er­neut Ziel eines nächt­li­chen­Na­zi­an­griffs.

Nochnicht ein­mal sind alle Schä­den des letz­ten An­griffs vom18.​02.​2010 be­sei­tigt, da flie­gen wei­te­re Stei­ne in die­S­chau­fens­ter­schei­ben im Jung­fern­stieg.

AmA­bend des 09.​05.​2010 gegen 23 Uhr 30 durch­bra­chen drei gro­ßeStei­ne, ge­wor­fen von drei Per­so­nen, die Schei­ben. Die Ge­walt des­Wurfs zer­brach nicht nur Glas, son­dern dies­mal wur­den auch Bü­cher­und Lam­pen im Laden zer­stört. Im Un­ter­schied zum letz­ten Mal­wur­den die Täter von meh­re­ren Per­so­nen ge­se­hen, als sie sich­schnell ent­fern­ten und in einem Auto weg­fuh­ren, des­sen Kenn­zei­chen­von einem der Zeu­gen er­kannt und der Po­li­zei mit­ge­teilt wurde.​Gerüch­ten zu­fol­ge ist ein Wagen mit die­sem Kenn­zei­chen­po­li­zei­lich be­kannt als Fahr­zeug aus der Na­zi-​Sze­ne.
Nicht­ganz zu­fäl­lig am Tag nach dem Jah­res­tag der Be­frei­ung vom­Fa­schis­mus am 08.​05.​1945 geht eine neue Welle der Ge­walt von der­brau­nen Szene in Kiel aus. Auch im Wohn­pro­jekt am Tim­mer­berg rich­te­te­die Zer­stö­rungs­wut der Nazis große Schä­den an, wie im­Buch­la­den grö­ße­re, als es bis­her je­mals der Fall war. Die­Ent­wick­lung zeigt, dass sich die Nazis immer si­che­rer füh­len un­d­mit immer stär­ke­rem Ge­walt­po­ten­ti­al vor­ge­hen: selbst vor­Schüs­sen mit schar­fer Waffe schreck­ten sie nicht zu­rück,als sie im Ja­nu­ar die Alte Meie­rei an­grif­fen. Doch die­ses Mal wieg­ten­sie sich zu sehr in Si­cher­heit: die re­la­tiv frühe Uhr­zeit, die­Zeu­gen, die so­fort die Po­li­zei rie­fen, und der be­kann­te Wagen las­sen­schlie­ßen, dass sie nicht un­ge­scho­ren da­von­kom­men wer­den. EineE­in­stel­lung der Er­mitt­lun­gen kann sich die Staats­an­walt­schaft in­die­sem Fall nicht leis­ten.
Die­Häu­fung der­ar­ti­ger Vor­komm­nis­se, die immer kür­ze­ren­Ab­stän­de da­zwi­schen und das an­stei­gen­de Ge­walt­po­ten­ti­al sind­Zei­chen einer Ent­wick­lung, der mehr als drin­gend und mit ver­ein­ten­Kräf­ten ent­ge­gen­ge­tre­ten wer­den muss. Nazis und ih­re­men­schen­ver­ach­ten­de „Welt­an­schau­ung“ haben in die­ser Ge­sell­schaft­nichts zu su­chen!

Kiel,09.​05.​2010 (us)“




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