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NAZIAUFMARSCH AM 1. MAI IN NEUMÜNSTER VERHINDERN!

NPD PLANT EINEN AUFMARSCH AM 1. MAI IN NEUMÜNSTER

Wie diese Woche bekannt wurde, hat die NPD für den 1. Mai 2012, dem
traditionellen internationalen Kampftag der Arbeiter_innenbewegung, einen
Aufmarsch in Neumünster angemeldet. Es ist davon auszugehen, dass dies die zentrale Wahlkampfaktion der bisher schwach aufgestellten neonazistischen Partei mit entsprechendem Mobilisierungspotential zur bevorstehenden schleswig-holsteinischen Landtagswahl am 6. Mai 2012 werden soll.

Unabhängig davon, dass die Stadt Neumünster nach eigenen Angaben derzeit die geringen Erfolgsaussichten eines Demoverbots prüft, rufen wir alle Antifaschist_innen schon jetzt dazu auf, am 1. Mai alles daran zu setzen, dass die schleswig-holsteinische Neonaziszene, wie schon bei ihrem letzten kläglichen Gehversuch in Neumünster am 21. August 2010, nicht einen Meter weit ihre menschenverachtende Hetze auf die Straße tragen kann, sondern
endgültig dorthin verschwindet, wo sie hingehört: In der historischen Versenkung.

KEIN RAUM FÜR RASSISTEN, NATIONALISTEN, ANTISEMITEN –
DEN NPD-WAHLKAMPF SABOTIEREN!

NAZIAUFMARSCH AM 1. MAI 2012 IN NMS VERHINDERN!

für die freiräume

19.02 Dresden

Nachdem am Jahrestag der Bombardierung Dresdens Anhänger der JLO, der NPD und freien Kameradschaften vor allem aus dem sächsischem Raum erwartet werden, wollen am darauf folgenden Sonnabend wieder etliche tausend Nazis durch Dresden marschieren. Neben der Zurschaustellung ihrer üblichen Parolen, werden sie versuchen ihre Schmach vom letzten Februar vergessen zu machen. Für uns gilt deshalb weiterhin: Wir werden die Nazis dort blockieren, wo sie marschieren!
Wir haben uns auf verschiedene Situationen lange und intensiv vorbereitet, um den Erfolg des letzten Jahres zu wiederholen. Um das Konzept für alle transparent zu machen, haben wir mögliche Szenarien erarbeitet, die ihr auf den angefügten Karten ansehen könnt. Informiert euch regelmäßig auf unserer Homepage über Aktualisierungen.
Ob Altstadt, ob Neustadt: Dresden bleibt auch am 19.02.2011 nazifrei!
Wir blockieren, bis der Naziaufmarsch Geschichte ist! No Pasaran!

Antifa Demo am 27.11 in Ratzeburg

Aufruf der [AHL] Antifa Herzogtum Lauenburg

DEMO | 27.11.2010 | Ratzeburg | 14 Uhr | Bahnhof

„In Ratzeburg gibt es seit einiger Zeit ein erhebliches Nazi-Problem. Organisierte FaschistInnen bezogen im Februar 2010 gemeinsam ein neues Haus in der Ratzeburger Innenstadt, welches sowohl als Wohnhaus, wie auch als Veranstaltungsort für interne Feiern und Treffen genutzt wird. Gleichzeitig wird die Inselstadt als „National befreite Zone“ deklariert, welche die Nazis immer wieder versuchen durchzusetzen. Dies bedeutet körperliche Gewalt, Hetzjagden und sogar Morddrohungen gegen vermeintlich linke oder alternative Jugendliche und Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Zustände werden von bürgerlicher Seite zwar problematisiert, jedoch nicht ausreichen angegangen.

Die Nazis
Vor etwa 2 Jahren begannen sich Nazis im Kreis Herzogtum Lauenburg neu zu formieren. Waren es in der Vergangenheit „lediglich“ die üblichen Sauf-Nazi-Skins, die unter Jugendlichen hin und wieder für Unruhe sorgten, ist es nun die Gruppierung „Nationale Offensive Herzogtum Lauenburg“(NOL), welche gleichzeitig auch unter dem Namen „Naso-LB“ auftritt. Im Gegensatz zu Früher, beschränken sich diese Nazis nicht nur auf Körperverletzungen und Drohungen gegenüber den ihrem Feindbild entsprechenden Jugendlichen, sondern versuchen auch, politische Inhalte zu propagieren und offen für den Nationalsozialismus zu werben.

Die NOL-Schmierereien und -Aufkleber sind zwar fast im ganzen Kreis zu finden, jedoch konzentrieren sich die Hauptaktivitäten auf Ratzeburg. Hier, in der Langenbrücker Straße 17, befindet sich das inoffizielle Zentrum der Nazis. Das Haus wird ausschließlich von aktiven Nazis bewohnt und dient als eine Art Rekrutierungsstelle. Der Vermieter des Hauses, Tim Schäper aus Utecht (Kreis Nordwest-Mecklenburg), wohnt seelenruhig in seiner Doppelhaushälfte auf der anderen Seite des Ratzeburger Sees. Schäper weiß genau, was los ist in Ratzeburg, jedoch interessiert ihn nur die pünktlich gezahlte Miete – die Angst und die Gewalt erfährt er schließlich nicht. Er stellt den Nazis jedoch mit seinem Haus die Struktur zur Verfügung und trägt somit wesentlich zu einer vernetzten und verfestigten Nazi-Szene bei. Er ist entsprechend verantwortlich für die Zunahme rechter Aktivitäten im gesamten Kreis Herzogtum Lauenburg.

Staat, Nation und brennende Häuser

Wenn es um die Problematik mit extrem rechten Einstellungen geht, wird von „verwirrten Jugendlichen“ gesprochen, von „Straftätern“ und „Rechtsextremisten“, doch sind diese Begriffe keinesfalls ausreichend um die Problematik zu beleuchten. Tatsache ist: Nazis entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern aus der Mitte unserer Gesellschaft und sind keine „betrunkene Rüpelbande“, die zufällig eine besonders nationale Phase ihrer Jugendrebellion durchleben.

Wir alle leben in einem demokratischen Staat. Schule, Medien, Politik und Wirtschaft vermitteln jeder und jedem, dass diese Form der gesellschaftlichen Organisierung die beste sei, da in dieser Gesellschaft jeder und jede die Chance erhält, ein gutes Leben in scheinbarer „Freiheit und Gleichheit“ zu führen. Trotzdem gibt es Menschen, die andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder einer anderen vermeintlichen „Andersartigkeit“, z.B. Homosexualität, ablehnen und diesen ihr Existenzrecht sowohl in diesem Staat, als auch generell, absprechen und dies auch praktisch umsetzen. Warum wiederholen sich solche Geschehnisse wie das „Anzünden von Ausländern“ in einer gesellschaftlichen Ordnung, die von sich selbst behauptet, den Menschen größtmögliche Freiheit und größtmöglichen materiellen Wohlstand zu garantieren?

Der Staat ist ein Machtkonstrukt, welches auf Gewalt beruht, und die Demokratie, als seine politisch-gesellschaftliche Form, sichert die Herrschaft des Kapitalismus. Die Demokratie ist also die politische Verkörperung eines ewigen Interessenkonfliktes zwischen gesellschaftlichen AkteurInnen, bei denen meistens diejenigen verlieren, die keine ökonomische Macht besitzen. Gewinner hingegen sind die, die die Produktionsmittel besitzen z.B. Fabriken und Maschinen sowie die BesitzerInnen von Finanzkapital, also Banken und Kreditinstitute etc. Für das reale Leben jeder und jedes einzelnen von uns bedeutet dies, als ArbeitnehmerInnen, den Zwang, seine Arbeitskraft zu verkaufen oder als UnternehmerInnen den Gesetzen und Zwängen des Marktes unterworfen zu sein. Dieses gesellschaftliche Verhältnis sorgt dafür, dass sich alle in einem ständigen Konkurrenzkampf um Arbeitsplätze bzw. höhere Gewinne befinden. Den meisten Menschen in unserem Staat ist nicht klar, dass dieses System automatisch Armut und sozioökonomische Unsicherheiten mit sich bringt. Der Wunsch eines jeden Staatsbürgers nach einem guten Leben und materieller Sicherheit, kann vom Staat und seiner kapitalistischen Ökonomie nicht erfüllt werden.

Die Enttäuschung über den vermeintlich schwachen Staat, der nicht die Bedürfnisse nach materiellem Wohlstand der Menschen erfüllt, führt dazu, dass sich viele Bürger einen Staat wünschen, der jedem deutschen Bürger soziale und ökonomische Sicherheit garantiert. Als Verursacher der vorherrschenden Zustände, wird aber oft nicht der Kapitalismus als Problem angeführt, sondern z.B. MigrantInnen, die den deutschen Arbeitsmarkt belasten würden, sowie ausländische Investoren oder ins Ausland abwandernde Unternehmen, die die deutschen ArbeitnehmerInnen „im Stich lassen“ würden. Dass Lohnsenkungen und Produktionsverlagerungen in Deutschland zu Armut und Arbeitslosigkeit, sowie zu Ausbeutung in Schwellen-Ländern führen, ist weder ungewöhnlich, noch ein Fehlverhalten der Unternehmen. Diese befolgen lediglich die Regeln der Marktwirtschaft, also des Kapitalismus. Große Teile der hiesigen Bevölkerung scheinen diese zwangsläufigen Erscheinungen durch den Kapitalismus als Fehler des Staates zu sehen. So entsteht der Wunsch nach einem Staat, der die Interessen zu Gunsten aller Deutschen – MigrantInnen werden hier natürlich ausgeschlossen – besser durchsetzen soll. Dieser „durchgreifende“ Staat soll dann die Deutschen vor den Begleiterscheinungen des Kapitalismus schützen, das Wirtschaftssystem als solches soll im besten Falle reformiert werden. Dies ist ein gefährlicher Trugschluss. Der Schritt zur Favorisierung eines faschistischen oder „nationalsozialistischen“ Staates ist, bei einer solchen Denkweise nicht mehr weit. Viele Menschen verfallen der Illusion, dass wenn die Nation, als Kollektiv der Deutschen, an erster Stelle von politischem Handeln steht, sich das Leben für sie, verbessert.

Was geschieht, wenn der Wunsch nach einem starken Deutschland in den Köpfen der Menschen zur Passion wird, sieht man exemplarisch an den Geschehnissen der 90er Jahre. In der Nacht zum 23.11.1992 steckten Nazis in Mölln zwei Häuser in Brand. Bei dem Brand in der Mühlenstraße starben die 51-jährige Bahide Arslan, die zehnjährige Yeliz und die 14-jährige Ayse Yilmaz, weitere Menschen wurden verletzt. Begleitet wurden die rassistischen Brandanschläge der 90er von einer „Das Boot ist voll“-Hetze im Bundestag und der entsprechenden faktischen Abschaffung des Asylrechts durch CDU, FDP und SPD.

Die geistigen Brandstifter sind weiterhin vorhanden, ob es nun ein Thilo Sarrazin ist, mit seinen rassistischen und antisemitischen Hirngespinsten, oder ob es die Nazis im Haus um die Ecke sind, die „NS jetzt, Naso-Lb und AN’s“ an Häuserwände sprühen. Genährt von der Hetze aus vermeintlicher Prominenz und Politik können sich auch die Ratzeburger Nazis mit ihren Positionen bei zumindest einem Teil der Bevölkerung der Zustimmung sicher sein.

Auf die Straße!
Es ist Zeit, den gesellschaftlichen Verhältnissen den Kampf anzusagen, damit die faschistische Bedrohung endlich ein Ende hat und die Herrschaft des Kapitalismus nicht länger die Menschen zu einem Leben in Unsicherheit und Armut zwingt. Wir sind es den Opfern des Faschismus schuldig, Nazis zu bekämpfen und ihnen die politischen, sozialen und strukturellen Grundlagen zu entziehen und dafür zu sorgen, dass es allen Menschen möglich wird, ein zufrieden stellendes Leben zu führen – überall!

Kommt deshalb am 27.11.2010 nach Ratzeburg und macht deutlich, dass Deutschland und seine Nazis höchstens mit unserer Gegenwehr rechnen können, nicht aber mit unserer Zustimmung zu Klassengesellschaft, Staat und Nation!“

http://www.ahl-antifa.org/index.php

Nazistrukturen konsequent angreifen – brauner Ideologie bunt entgegen! Club 88 schließen!

AntifaNMS09.10.2010

Na­zi­struk­tu­ren kon­se­quent an­grei­fen – brau­ner Ideo­lo­gie bunt ent­ge­gen!

Die Nazis und ihr Club

Seit 14 Jah­ren schon exis­tiert der Club 88 in Neu­müns­ter/Ga­de­land. Schon 14 Jahre lang wer­den dort un­ge­hin­dert junge Men­schen agi­tiert und für die rech­te Szene ge­won­nen, fun­giert der Club als Treff­punkt für ge­mein­sa­me Ak­tio­nen von Nazis, als Ver­an­stal­tungs­ort für Rechts­rock-​Kon­zer­te oder als Ab­fahrts­ort für Na­zi-​De­mons­tra­tio­nen. Dass dem Club 88 eine immer noch tra­gen­de Rolle für die ge­sam­te bun­des­wei­te Na­zi­sze­ne zu­kommt, ist be­kannt. Im letz­ten Jahr haben von ins­ge­samt acht Lie­der­ma­cher­auf­trit­ten in Schles­wig-​Hol­stein sie­ben im Club 88 mit teils bis zu 70 Zu­hö­re­rIn­nen statt­ge­fun­den.

Der Club 88 dient für die Nazis als fes­ter An­lauf­punkt, um sich un­ter­ein­an­der ken­nen­zu­ler­nen, sich zu or­ga­ni­sie­ren. Zeit­wei­se nutz­te der stadt­be­kann­te Nazi Alex­an­der Hardt den Club 88 dafür, sein ei­ge­nes Ein­kom­men auf­zu­bes­sern, indem er dort einen Ver­trieb von Ein­bruchs­werk­zeu­gen an­mel­de­te. In der In­nen­stadt hat sich mit der
Ti­ta­nic, be­trie­ben von dem Nazi Horst Mi­cheel, neben dem Club 88 seit nun­mehr sechs Jah­ren ein zwei­ter An­lauf­punkt für Nazis in Neu­müns­ter eta­bliert.

Die Nazis sind un­über­seh­ba­rer Be­stand­teil des Stadt­bil­des und sind hier in der „Mitte der Ge­sell­schaft“ an­ge­kom­men. Ver­stärkt ist dies zu Stadt­fes­ten, im Nacht­le­ben oder zu an­de­ren „be­son­de­ren An­läs­sen“ wie z.B. der Fuß­ball-​WM fest­zu­stel­len. Die über­wie­gen­de Ak­zep­tanz der Ge­sell­schaft er­leich­tert es den Nazis immer wie­der, meist spon­ta­ne Ge­walt­ta­ten aus­zu­üben, die in der Öf­fent­lich­keit je­doch tot­ge­schwie­gen wer­den. So wurde z.B. nach der Hols­ten­kös­te im Juni ein Mensch von fünf
Nazis an­ge­grif­fen, wor­auf­hin die­ser mit einem ge­platz­ten Trom­mel­fell ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wer­den muss­te. Ein wei­te­rer Ju­gend­li­cher wurde nach einem in­ter­na­tio­na­len Som­mer­fest am Bahn­hof so schwer von Fa­schis­ten ver­letzt, dass Ärzte spä­ter im Kran­ken­haus um sein Au­gen­licht kämp­fen muss­ten.

Zur­zeit las­sen zwar nur el­len­lan­ge Na­zi­auf­kle­ber­rou­ten oder ei­ni­ge we­ni­ge Spraye­rei­en auf ein­zel­ne or­ga­ni­sier­te Nazis schlie­ßen, denn ein Haupt­teil der äl­te­ren Na­zi­ge­ne­ra­ti­on gibt sich in­zwi­schen bür­ger­lich oder hat ihren Wind­brea­ker gegen eine Ro­cker­kut­te ge­tauscht. Doch die Nazis in Neu­müns­ter haben nur teil­wei­se die Fas­sa­de ge­wech­selt, das Pro­blem bleibt wei­ter­hin be­ste­hen.

Von der bür­ger­li­chen Ideen­welt und eman­zi­pa­ti­ons­feind­li­chen Dog­men…

Dass sich seit nun­mehr 14 Jah­ren Club­ge­schich­te nichts zum Bes­se­ren in Neu­müns­ter ge­wan­delt hat, ist auch ein Pro­blem, das sich aus dem Ver­hält­nis der so­ge­nann­ten bür­ger­li­chen Mitte ge­gen­über den Nazis er­gibt.

Die Nazis sind zwar auch in die­sem Ver­hält­nis ein Pro­blem, je­doch muss mensch sie auch als Pro­dukt und ver­schärf­te Form der mo­men­tan vor­herr­schen­den ka­pi­ta­lis­ti­schen Struk­tur be­grei­fen. Der durch den glo­ba­li­sier­ten Ka­pi­ta­lis­mus be­ding­te Kon­kur­renz­kampf um wirt­schaft­li­che Stand­ort­vor­tei­le er­zeugt nach wie vor ein Den­ken in Ka­te­go­ri­en von Na­ti­on und Volk und bringt so un­wei­ger­lich Ab­gren­zungs­ideol­gi­en wie Na­tio­na­lis­mus und Ras­sis­mus her­vor. Die Ver­tre­te­rIn­nen und Trä­ge­rIn­nen
die­ser Welt­an­schau­ung der ge­gen­sei­ti­gen Ab­gren­zung sind in der so­ge­nann­ten bür­ger­li­chen Mitte zu fin­den. Sie le­gi­ti­miert unter an­de­rem die Aus­wei­sung von Mi­gran­tIn­nen in der In­sti­tu­ti­on des Ab­schie­be­knas­tes am Haart in Neu­müns­ter. Die Nazis ver­schär­fen diese Logik einer Na­ti­on mit da­zu­ge­hö­ri­gem Volk, die sich gegen an­de­re Na­tio­nen und Völ­ker im Wett­streit um Res­sour­cen und Ge­biets­an­sprü­che be­fin­det, zur so­ge­nann­ten „Volks­ge­mein­schaft“, in der es kei­nen Platz mehr für „Nicht-​Deut­sche“ geben soll.

Die ka­pi­ta­lis­ti­sche Logik im All­ge­mei­nen er­zeugt einen Zu­stand, in dem blin­de, er­folgs­ori­en­tier­te „Er­zie­hung“ – zu­hau­se und in der Schu­le – das ver­meint­li­che „Recht des Tüch­ti­gen“ her­vor­hebt und Men­schen in einen Zu­stand der Ohn­macht ver­setzt. Sie wer­den da­durch offen für die fa­schis­ti­sche Ideo­lo­gie der Nazis, die sich, ob­wohl auch hier auf Leis­tung und Aus­gren­zung ge­setzt wird, als Aus­weg aus die­sem Pro­zess ver­steht. Die Pro­ble­me, die durch die ka­pi­ta­lis­ti­sche Pro­duk­ti­ons­wei­se er­zeugt wer­den, wie die Exis­tenz ver­schie­de­ner Schich­ten und so­zia­ler Un­ter­schie­de, wer­den (auch) von den Nazis auf­ge­grif­fen und ent­spre­chend ihrer ras­sis­ti­schen und völ­ki­schen Wahn­ideo­lo­gie auf­ge­la­den. Die schlei­chen­de Ghet­toi­sie­rung mi­gran­tisch ge­präg­ter Vier­tel, ein­her­ge­hend mit so­zia­ler Be­nach­tei­li­gung, wird auch von „bür­ger­li­cher“ Seite als
Pro­blem der „Her­kunft“ an­ge­se­hen, womit die „Mitte der Ge­sell­schaft“ wei­ter­hin offen für ras­sis­ti­sche Ar­gu­men­ta­tio­nen ist.

Ein wei­te­res Pro­blem er­gibt sich aus der bür­ger­li­chen „Ex­tre­mis­mus­theo­rie“, wel­che ak­tu­ell mal wie­der stark im me­dia­len Dis­kurs steht. Laut die­ser gibt es neben der bür­ger­lich und de­mo­kra­tisch ge­fes­tig­ten Mitte links und rechts davon zwei po­li­ti­sche „Ex­tre­me“, die die ge­sell­schaft­li­che Grund­ord­nung ge­fähr­den. Diese Theo­rie er­klärt die
bür­ger­lich-​ka­pi­ta­lis­ti­sche Grund­ord­nung und ihre Prin­zi­pi­en zum zu ver­tei­di­gen­den Sta­tus Quo und zum Ende der Ge­schich­te. Es ist egal, ob Armut, Hun­ger, Kri­sen, Um­welt­zer­stö­rung und all­ge­mei­ne ge­sell­schaft­li­che Ver­wahr­lo­sung in ihr exis­tiert, da auch diese Phä­no­me­ne eine, wenn auch manch­mal be­dau­er­te, wich­ti­ge Funk­ti­on in­ner­halb die­ses Sys­tems be­sit­zen.

Die Theo­rie vom po­li­ti­schen Ex­tre­mis­mus macht in ihrer Be­wer­tung von „links“ und „rechts“ kei­nen Un­ter­schied darin, was als Al­ter­na­ti­ve zur herr­schen­den Ord­nung gel­ten soll. Hier wer­den viel­fäl­ti­ge Vor­stel­lun­gen über die Ge­stal­tungs­fä­hig­keit der Welt und ihrer Be­woh­ne­rIn­nen hin zu einem be­frei­ten Mit­ein­an­der, wie sie von lin­ken Be­we­gun­gen welt­weit ge­tra­gen wer­den, gleich­ge­setzt mit der an­ti­se­mi­ti­schen, ras­sis­ti­schen, se­xis­ti­schen, na­tio­na­lis­ti­schen, fa­schis­ti­schen Ge­dan­ken­welt und auf das
Mo­ment der po­li­ti­schen Ge­walt re­du­ziert. Diese Theo­rie der Gleich­set­zung ist un­halt­bar! Doch sie ist der Grund für die staat­li­che Ver­fol­gung von un­ab­hän­gi­gen An­ti­fa­schis­tIn­nen, da die Ex­tre­mis­mus­theo­rie die Be­to­nie­rung ge­sell­schaft­li­cher Ver­hält­nis­se zum Ziel hat und die Un­ter­schei­dung zwi­schen „links“ und „rechts“ nicht für
nötig hält.

Ein klei­ner Licht­streif am Ho­ri­zont…

Doch der jah­re­lan­ge an­ti­fa­schis­ti­sche Kampf ging auch an Neu­müns­ter nicht ganz spur­los vor­bei. Struk­tu­ren wur­den immer wei­ter ge­fes­tigt und an­ti­fa­schis­ti­sche Wur­zeln immer tie­fer ver­an­kert. So fin­den im Rah­men der Bünd­nis­ar­beit immer wie­der Ge­sprä­che mit Ver­ei­nen und an­de­ren In­sti­tu­tio­nen statt, die von sich aus sagen, dass sie ein Na­zi­pro­blem haben und ge­mein­sam gegen die­ses an­ge­hen wol­len. Auch gibt es schon öf­fent­li­che Dis­tan­zie­run­gen von Ver­ei­nen gegen Nazis, ihre Ver­an­stal­tun­gen und deren Ideo­lo­gie. Dass auf Worte auch Taten fol­gen, zeig­ten en­ga­gier­te Bür­ge­rIn­nen und ent­schlos­se­ne Ak­ti­vis­tIn­nen z.B. am 1. Mai, als einem Hau­fen Nazis der Zu­tritt zur Ver­an­stal­tung des DGB ver­wei­gert wurde.

Wir wol­len ras­sis­ti­schen Pro­vo­ka­teu­ren und Nazis die Stirn bie­ten, ihnen ihren Spiel­raum neh­men und vor allem ent­schlos­sen gegen sie an­ge­hen. Den mitt­ler­wei­le 14. Club­ge­burts­tag neh­men wir wie­der als An­lass, Na­zi­struk­tu­ren in Neu­müns­ter zu the­ma­ti­sie­ren und ihnen prak­tisch kei­nen Raum zum Ze­le­brie­ren ihrer Ideo­lo­gie zu las­sen.
Das „Club 88“-​Pro­blem (als Syn­onym für den fes­ten Be­stand­teil von Na­zi­struk­tu­ren in Neu­müns­ter) kann eine An­ti­fa–Grup­pe zu­sam­men mit einem gut or­ga­ni­sier­ten Bünd­nis je­doch nicht al­lei­ne lösen. Hier muss ein Pro­blem­be­wusst­sein in der bür­ger­li­chen Ge­sell­schaft ge­schaf­fen wer­den, das über an­ti­fa­schis­ti­sche Lip­pen­be­kennt­nis­se hin­aus geht. Fa­schis­ti­sche Ideo­lo­gie kann nur dort be­kämpft wer­den, wo Nazis der Nähr­bo­den für ihre Ideen ent­zo­gen wird. In der Pra­xis wer­den not­wen­di­ge an­ti­fa­schis­ti­sche Be­stre­bun­gen je­doch immer wie­der von Sei­ten des Staa­tes kri­mi­na­li­siert und/oder ver­bo­ten. Für uns heißt es des­halb vor allem: Alles muss mensch
sel­ber ma­chen!
Auf allen Ebe­nen und mit allen Mit­teln den an­ti­fa­schis­ti­schen Kampf wei­ter­zu­füh­ren und vor­an­zu­trei­ben, be­grei­fen wir als Weg zum Ziel, den „Club 88“ und die lo­ka­len Na­zi­struk­tu­ren in Neu­müns­ter auf den Müll­hau­fen der Ge­schich­te zu schi­cken.

Geht auf die Stra­ße! Wer­det an­ti­fa­schis­tisch aktiv! Club 88 schlie­ßen!

An­ti­fa­schis­ti­sche De­mons­tra­ti­on
Sams­tag | 9.​10.​2010 | 18 Uhr | Neu­müns­ter Haupt­bahn­hof

www.​club88-​schlies­sen.​tk
http://​antifanms.​blogsport.​de

Wir kriegen nur wofür wir kämpfen !

Aufruf der „Interessengemeinschaft selbstverwaltete Jugend in Segeberg e.V.“

„An alle Freundinnen und Freunde selbstverwalteter Jugendkultur,

das Jugendkulturzentrum (HaK) in Bad Segeberg soll Ende des Jahres geschlossen und das Gebäude im nächsten Jahr abgerissen werden. Ein Ersatz ist noch nicht in Sicht.

Der amtierende Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) hat uns ein Ultimatum gestellt. Entweder wir geben die Selbstverwaltung auf oder man wird nicht mehr mit uns über eine Vertragsverlängerung bzw. ein Alternativgebäude verhandeln.

Die Selbstverwaltung werden wir unter keinen Umständen aufgeben! Dies haben wir in Form einer Presseerklärung auch noch mal deutlich gemacht. Sie ist elementarer Bestandteil unseres Gesamtkonzeptes, ohne sie wäre das HaK nicht das was es ist; ein Freiraum alternativer Jugendkultur.

Hiermit starten wir eine Kampagne zum Erhalt des HaK´s.

Wenn ihr diese Kampagne unterstützen möchtet dann kommt bitte zu unserem Treffen:

Jeden Mittwoch ab 18.00 Uhr im HaK, Lübecker Str. 85 in Bad Segeberg

oder schreibt eine E-Mail an:

krach23@yahoo.de

Weitere Informationen findet ihr auf:

http://jugendse.de/

http://hak.blogsport.de/

http://www.myspace.com/hotelamkalkberg

HaK bleibt!

Interessengemeinschaft selbstverwaltete Jugend in Segeberg e.V. “

Wir kriegen nur wofür wir kämpfen! – und wir werden kämpfen !

CONTROL

Das geht raus an die Polizei und ihre Überwachung –
STOP CONTROL !
acab

Mach den Scheiß aus! Kein Konzert der Nazihoolband Kategorie C

Am Samstag den 04.09.2010 möchte die Nazihoolband Kategorie C aus Bremen in Schleswig-Holstein ein Konzert geben.
Zur Zeit soll das Konzert im Kreis Flensburg stattfinden.

mehr Infos sind zur Zeit noch nicht bekannt.

In diesem Sinne
Kategorie C… das Mikro klauen! Alerta Antifascista




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