Archiv für März 2012

Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Den Wahlkampf der NPD sabotieren!

Mit den steigenden Temperaturen und den näher rückenden Landtagswahlen am 06. Mai kommen in den letzten Wochen auch immer öfter Neonazis der NPD plus Umfeld aus ihren Löchern gekrochen. Mit Infoständen, Flugblattverteilungen und Kundgebungen wollen die Neonazis ihre widerliche Propaganda unter die Leute bringen und auf Stimmenfang gehen.

So kam es in den letzten Wochen zu kleineren Auftritten der NPD in Kiel-Dietrichsdorf (21.01), Friedrichsort, Holtenau (04.02) Kiel-Mettenhof und Henstedt-Ulzburg im Kreis Segeberg (03.03). Ihr letzter bekannter Infostand fand am gestrigen Mittwochvormittag (07.03.) in Kiel-Wellingdorf statt. Dort lungerten minimum fünf Neonazis, u.a. NPD-Ratsherr Hermann Gutsche, mindestens zweieinhalb Stunden an einem Infotisch vor einem Supermarkt rum und versuchten Flyer zu verteilen. Unterbrochen wurde dieser Auftritt augescheinlich durch eine ziemliche Sauerei, als einige engagierte Antifaschist_innen ihre Heißgetränke aus Versehen über dem Tisch verschütteten.

Natürlich ist weiterhin mit öffentlichen Aktionen wie Infotischen, Flugblattverteilungen, Kundgebungen und auch ausgehängten NPD-Wahlplakaten an Straßenlaternen oder sonst wo zu rechnen. Da in nächster Zeit nicht nur der Wahlkampf, sondern auch die Mobilisierungen zu den Nazidemonstrationen in Lübeck (31.3), Neumünster (01.05) und Hamburg (2.6.) mit hoher Wahrscheinlichkeit beginnen werden, heißt es in diesen Wochen mal wieder Augen und Ohren besonders offen zuhalten und die Naziaktionen wenn möglich zu stören und/oder zu verhindern.

Informiert uns und euch gegenseitig,
wenn ihr Aktionen von Neonazis mitbekommt!
Nazipropaganda unschädlich machen!
Dem NPD-Wahlkampf in die Suppe spucken!

31. März 2012 – Naziaufmarsch in Lübeck blockieren! No Pasaran!

Aufruf zu den Gegenaktionen des Naziaufmarsches in Lübeck

Am 31. März ist es wieder soweit: die NPD und freie Kameradschaften wollen durch Lübeck marschieren. Es ist ihnen seit 2006 leider regelmäßig gelungen, eine ausreichende Zahl an synapsenarmen Menschen in „nationaler Trauer“ auf die Straße zu bringen. Offiziell wollen sie mit ihrem „Trauermarsch“ den Toten des Alliierten Bombenangriffs auf Lübeck gedenken, jedoch stehen dahinter weitere politische Motive.

Die unschuldige Marzipanstadt?

Indem die Nazis über deutsche „Opfer“ des zweiten Weltkriegs sprechen, ohne die Opfer des Nationalsozialismus zu erwähnen, oder diese Opferzahlen in Relation stellen, betreiben sie eine Geschichtsverdrehung. Denn Deutschland war bekanntlich nicht nur Agressor im Zweiten Weltkrieg, sondern eine Nation, in der sich ein Großteil des deutschen Mobs freiwillig und mit großem Jubel dem Staatsterror gegen Andersdenkende und „Nichtarier“ anschloss, der schließlich in der Shoa gipfelte. Somit ist auch Lübeck keine unschuldige Stadt. Der Angriff auf Lübeck erfolgte zudem als Reaktion auf das deutsche Bombardement der englischen Stadt Coventry. Die Nazis möchten mit ihren immer wiederkehrenden Aufmärschen das Bild von Nazis in der Stadt normalisieren. Gerade in konservativen Kreisen haben sie damit in Lübeck bei vielen Menschen Erfolg. Beispielsweise kommen immer häufiger Behauptungen auf, man müsse diese Aufmärsche „einfach nicht ernst nehmen“.

Der Schoß ist fruchtbar noch…

Auch wenn es in Lübeck kein konservatives Gedenken an die deutschen „Opfer“, wie in Dresden, gibt, haben die Nazis mit ihrer Strategie der nach außen harmlos wirkenden Trauer teilweise Erfolg. Gerade in Lübeck gibt es eine aufstrebende Naziszene, welche von der Bevölkerung kaum wahrgenommen wird. Zwei Kameradschaften wurden 2011 gegründet, mit vielen jugendlichen Sympathisanten. Ihnen gilt es den Einstand zu vermiesen!

Freund und Helfer

Auch im letzten Jahr taten die Cops wieder alles dafür, den Naziaufmarsch mit aller Gewalt durchzusetzen; zum Beispiel wurde bei dem Versuch, in eine Kirche einzudringen, vor der eine Kundgebung stattfand, Pfefferspray eingesetzt und Umstehende, darunter die Pastorin der Gemeinde, attackiert.
Auch wenn in der Vergangenheit Naziaufmärsche mithilfe von Schlagstöcken und Pfefferspray der Cops durchgesetzt wurden, müssen wir wieder auf die Straßen gehen und zeigen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen. Unsere Meinungen werden wir weiterhin öffentlich vertreten!

Die Naziaufmärsche in Lübeck und allen anderen Orten müssen der Vergangenheit angehören! Beteiligt euch an den Blockaden, Demonstrationen, oder bringt mit eigenen Aktionen Farbe ins Spiel!




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