Archiv für August 2010

CONTROL

Das geht raus an die Polizei und ihre Überwachung –
STOP CONTROL !
acab

Mach den Scheiß aus! Kein Konzert der Nazihoolband Kategorie C

Am Samstag den 04.09.2010 möchte die Nazihoolband Kategorie C aus Bremen in Schleswig-Holstein ein Konzert geben.
Zur Zeit soll das Konzert im Kreis Flensburg stattfinden.

mehr Infos sind zur Zeit noch nicht bekannt.

In diesem Sinne
Kategorie C… das Mikro klauen! Alerta Antifascista

Samstag – PlanB goes Inihaus

soli

Live on Stage:

- Three Chord Society (www.myspace.com/threechordsociety )
- She Wants Chaos ( www.myspace.com/shewantschaos )
- We Need Guns (www.myspace.com/weneedguns )
- Terminal ( http://www.myspace.com/terminalrox )

Aftershow Dj :
Minimal Silence

Traumpiloten haben leider wider abgesagt

Ein satz mit x „das war wohl -NIX- !“

„Indymedia“

+++ Aufmarsch von knapp 60 Nazis in Neumünster endet am Bahnhofsausgang +++ 400 Antifaschist_innen in der Stadt vielfältig aktiv +++
Für heute, 21. August 2010 hatten schleswig-holsteinische Neonazis einen Aufmarsch in Neumünster angekündigt. Vorgeblich wollten diese „Preußenkönig“ Friedrich II. anlässlich dessen Todestag am 17. August gedenken. Offensichtlich war jedoch, dass es sich hierbei um einen Vorwand handelte, eine Ersatzveranstaltung für das seit einigen Jahren verbotenene, in der NS-Szene bedeutsame Gedenken an den NS-Kriegsverbrecher und Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess durchzuführen, dessen Todestag sich gleichzeitig mit dem Friedrichs II. jährt.

Seit Bekanntwerden vor zwei Wochen mobilisierten antifaschistische Gruppen aus Schleswig-Holstein und das Neumünsteraner Bündnis gegen Rechts kurzfristig zu Gegenaktivitäten. Bereits ab 9 Uhr versammelten sich zahlreiche Antifaschist_innen am und um den Neumünsteraner Bahnhof. Einige beteiligten sich an der antifaschistischen Bündnis-Kundgebung auf dem Konrad-Adenauer-Platz, andere begannen an der Bahnhofstraße nahe des erwarteten Naziauftaktortes an einem Parplatz am Kleinflecken die angekündigten Route des Aufmarsches zu blockieren. Um etwa 10.15 Uhr zog infolge der Anreise von etwa 70 Antifaschist_innen mit dem Zug aus Kiel eine Spontandemo von gut 100 Menschen vom Bahnhof zur Blockade. Ein Großteil der Teilnehmer_innen begab sich daraufhin direkt weiter zum Kleinflecken. Hier kam es zu einem kurzen aber brutalen Polizeieinsatz mit anschließendem Schlagabtausch, bei dem einige Antifaschist_innen verletzt wurden. Zu Hochzeiten beteiligten sich an der Blockade um die 150 Menschen. Parallel dazu bewegten sich zahlreiche Gruppen von Antifas durch den Innenstadtbereich oder an der angekündigten Naziroute.

Gegen 11 Uhr kam schließlich eine Gruppe von 70 Neonazis im Bahnhof an, die sich größtenteils zuvor in Hohenweststedt gesammelt hatte. Im Tunnel des Bahnhofs wurde die Gruppe, zu der nach und nach noch weitere Nazis stießen, von der Polizei am Ausgang zum Postparkplatz, in dessen unmittelbarer Nähe sich der linke Treffpunkt AJZ befindet, am Rausgehen gehindert. Uunter anderem, weil der Demoanmelder Jörn Gronemann aus Lübeck alkoholisiert gewesen sein soll und weil die Polizei nach eigenen Angaben die Sicherheit der Nazis nicht garantieren konnte, wurde ihnen eine Kundgebung auf dem Postparkplatz statt der angemeldeten Demorute angeboten. Nachdem die Nazis sich hierauf nicht einlassen wollten, beendeten sie ihre Veranstaltung freiwillig und kassierten kurzer Zeit später Platzverweise, woraufhin der Großteil der Nazis schon gegen 12.30 Uhr wieder in Zügen Richtung Hohenweststedt und Kiel die Stadt verließ. In Hohenweststedt sollen sich ein paar Nazis infolge dessen noch mit Polizist_innen angelegt haben. Andere dürften sich auf das heute Abend stattfindende NPD-Sommerfest auf einer Koppel in Bünsdorf bei Rendsburg verzogen haben.

Im Laufe des Tages soll es im Bereich der Neumünsteraner Innenstadt immer wieder zu energischen Unmutsbekundungen und auch erfolgreichen Angriffen auf herumirrende Nazis, die ihre eigene Demo nicht finden konnten oder die sich nach der Auflösung am Bahnhof durch die Stadt bewegen wollten, gekommen sein. Insgesamt zog sich dieses für Nazis sehr ungemütliche Szenario noch über den gesamten Nachmittag hin. Dabei kam es zu einigen Personalienfeststellungen und auch (nach Polizeiangaben) 9 Fest- und Gewahrnahmen von Antifaschist_innen, von denen aber nach derzeitigem Kenntnisstand alle wieder draußen sind.

Insgesamt war der heutige Tag ein absoluter Reinfall für die schleswig-holsteinische Naziszene: Kein Aufmarsch, keine Öffentlichkeit, Platzverweise und einige blaue Flecken sprechen dafür. Dass der Ausfall des Naziaufmarsches scheinbar politisch gewollt war und durch eine entsprechende Polizeistrategie provoziert wurde – was für Neumünster ein absolutes Novum darstellt – ist kaum von der Hand zu weisen. Eine aus dem Boden gestampfte Antifa-Mobilisierung im Vorfeld, die auf den Hitergrund des Hess-Gedenkens aufmerksam machte und das vielfältige Agieren von bis zu 400 Antifaschist_innen am heutigen Tage hat jedoch einen würdigen Anteil dazu beigetragen.

21.08.: Nazi-Aufmarsch in Neumünster verhindern!

UPDATE VOM 19.08.:

Die Anfahrtszeiten wurden geändert, siehe unten.
Hier außerdem zum Artikel Situation vor dem Naziaufmarsch.

Der Startpunkt der Nazis wurde vom Kleinflecken auf den Parkplatz zwischen Schleusberg und Wasbeker Straße verlegt!

[Bisher war geplant, dass die Nazidemo ab 11 Uhr auf dem Kleinflecken zusammenkommt und dann folgende Route läuft: Kleinflecken – Bahnhofstr. – Linienstraße – Wippendorfstraße – Goebenstraße – Roonstraße – Log In – Wasbeker Straße – Hansaring – Schleusberg – Kleinflecken]

Das Ordnungsamt hat angekündigt, dass eine verkürzte Route geplant ist, falls es zu Blockaden oder anderen Gegenaktivitäten kommen sollte. Die Nazis haben gegen die Auflagen geklagt, ein Ergebnis steht noch aus.

demo route

Antifaschistische Aktivitäten

Auf dem Konrad-Adenauer-Platz ist von 9-14 Uhr eine Kundgebung angemeldet, welche als Anlaufpunkt für AntifaschistInnen dienen sollen. Daneben werden einige Menschen versuchen, die Route der Nazis friedlich zu blockieren, und zwar an der Kreuzung in der Bahnhofsstraße (siehe Karte). Weitere Aktionen sind erwünscht.

Es wird für den 21.8. in Neumünster eine Infostruktur geben. Den Ticker findet ihr hier , fürs Handy gilt diese Adresse: http://2108nazifrei.wap.sh

Die Telefonnummern lauten für den EA 0174 842 0175 und für das Infotelefon 0174 845 7008.

Die AJZ (Aktion Jugendzentrum) in der Friedrichstraße wird ab dem Nachmittag, im Anschluss an die Aktionen gegen den Naziaufmarsch geöffnet haben und kann als Anlaufpunkt genutzt werden. Am Abend findet hier ein Antifa-Soli-Konzert mit der Band „Stumbling Pins“ aus Kiel statt.

Gemeinsame Anreise aus anderen Städten

Nutzt die Treffpunkte, gemeinsam können wir die Nazis stoppen!

Kiel: Treffen: Treffen 9.40 Uhr Hauptbahnhof / Abfahrt der RB um 9.55 Uhr
Lübeck: Treffen 7.50 Uhr Lübeck Hauptbahnhof (aktuelle Infos bei Basta! Linke Jugend)
Hamburg: Treffen 9 Uhr Reisezentrum / Abfahrt 9.20 Richtung NMS (aktuelle Infos bei a² Hamburg)

Bei allem gilt: Informiert euch kurzfristig über den aktuellen Stand. Je nachdem was sich herausstellt, können sich die Abfahrtszeiten und/oder die Treffpunkte in Neumünster noch ändern. Bleibt flexibel, checkt regelmäßig www.antifa-kiel.org & http://antifanms.blogsport.de

Der Aufruf:

Für den 21. August kündigen Neonazis aus Schleswig-Holstein einen „Ehrenmarsch“ anlässlich des Todestages des Preußenkönigs Friedrich des Großen in Neumünster an. Friedrich der Große starb am 17.8.1786 – für die Nazis allerdings wohl nur ein Vorwand an diesem Datum aus einem ganz anderem Grund auf die Straße zu gehen. Der 17. August steht innerhalb der Naziszene vor allem für das „Gedenken“ an den Hitler-Stellvertreter und Nazi-Kriegsverbrecher Rudolf Hess, welcher am 17.8.1987 im Gefängnis in Spandau Selbstmord beging. Hess war u.a. an der Judenverfolgung im besetzten Polen beteiligt.
Den zentralen Aufmarsch der Szene, der bis 2004 im bayerischen Wunsiedel, dem Ort wo Hess begraben liegt, stattfand, gibt es in dieser Form auch dank antifaschistischer Intervention nicht mehr. Seit dem kommt es jährlich immer wieder, auch in Schleswig-Holstein, zu „spontanen“ Aktionen von Neonazis rund um dieses Datum, die Bezug auf den Tod von Hess nehmen.

Den angekündigten Aufmarsch in Neumünster bewerben sowohl der Landesverband der NPD, als auch ein aus dem Kreis der neonazistischen „Aktionsgruppen“ betriebenes Internetprojekt. Nachdem es am 16.8.2008 zu einer nächtlichen „Spontandemonstration“ von etwa 40 Nazis in Kiel kam und 2009 etwa genauso viele Nazis am 17.8. einen „Fackelmarsch“ in Kellinghusen durchführten, wollen die schleswig-holsteinischen Neonazis nun offensichtlich einen legalen Rahmen für ihre Verehrung des Kriegsverbrechers Hess schaffen. Aus diesem Grund wurde wohl nun auch Friedrich der Große aus der Mottenkiste gezerrt. Bundesweit werden solche Veranstaltungen immer wieder von den Behörden verboten, da es sich um offensichtliche Ersatzveranstaltungen für den verbotenen Aufmarsch in Wunsiedel handelt.

Die Nazis wollen am Samstag den 21.8. um 11 Uhr am Bahnhof in Neumünster aufmarschieren.

Wir werden diesem geschichtsrevisionistischen und NS-verherrlichenden Aufmarsch nicht tatenlos zuschauen. Dort, wo Neonazis ihre Ideologie der Ausgrenzung und Unterdrückung, ihren Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus auf die Straße tragen, werden wir ihnen mit aller Kraft und Entschlossenheit entgegentreten.

Gemeinsam werden wir den Naziaufmarsch stoppen!

Samstag | 21. August 2010 | Antifa-Aktionen
9 Uhr | Bahnhof | Neumünster

Wollt ihr bei der Mobilisierung helfen? Plakat und Flyer hier runterladen und dann entweder ausdrucken oder digital weiterschicken.

Kein Fußbreit den Faschisten!




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