Archiv für Juni 2009

DEMO AM 03.07.09 IN SE

Demo am 03.07.09
Am 03.07.09 startet um 15:30 Uhr eine Demo auf dem Marktplatz in Bad Segeberg. Dies wird eine Solidaritätsveranstaltung zu Gunsten des Robert Nwanna sein. Gestern wurde das Urteil gesprochen (6Monate Freiheitsstrafe auf 2 Jahre Bewährung), dass wir mehr als unangebracht finden. Ein Freispruch wäre unserer Meinung nach zutreffend gewesen.

KOMMT ZAHLREICH, KOMMT LAUT! UND ZEIGT ROBERT NWANNA, DASS WIR IHN UNTERSTÜTZEN!!!

hier der Aufruf:

„Er wollte nur zu seiner Wohnung“

Tag für Tag muss Mensch mit anschauen wie die Justiz rabiat den staatlichen Rassismus praktiziert und unterstützt. Dafür ist nicht nur die rechtspolitische Einstellung eines/einer RichterIn, sondern genauso das Handeln der Polizei verantwortlich. Polizei und Justiz sind bekannt dafür alles erdenklich Mögliche einzusetzen um, ihrer Meinung nach, vermeintlich Schuldige zu bestrafen. Dabei werden oft die humanen Rechte bewusst nicht beachtet und geschützt.

WOVON REDEN WIR?:
Wir wollen den Fall mit dem Nigerianer, Robert Nwanna ansprechen. Nwanna musste sich gefallen lassen, wie die Polizei und Justiz versucht ihn in einem Verfahren, indem er unserer Meinung nach eindeutig unschuldig ist, als schuldiger Straftäter abzustempeln.

Die Rede ist von einem Vorfall im Jahr 2005. Abgesehen davon, dass sich Nwanna und seine Verlobte täglich rassistische Äußerungen anhören mussten, spielte sich am 26.05.2005 ein dramatisches Ereignis ab.

„Der Mann wollte ganz einfach vorbeigehen, er wollte nur zu seiner Wohnung“, bestätigt ein Nachbar, der den Vorfall beobachtete.
Gegen 19 Uhr begibt er sich nach einem kurzen Einkauf auf den Heimweg. Etwa 50 Meter vor seiner Erdgeschosswohnung hält sich eine Gruppe von ungefähr 15 junger Personen auf. Der grölende Haufen ist zu diesem Zeitpunkt schon entsprechend betrunken.
Robert Nwanna reagiert auf die nazistischen Beschimpfungen nicht und versucht der Gruppe aus dem Weg zu gehen. Als der, bei der Polizei, schon bekannte Artur Krug seinen Weg kreuzt und ihn ins Gesicht schlägt, versucht Nwanna in Richtung Hauseingang zu flüchten. Nachdem Robert es gerade noch im letzten Moment schafft seine Wohnung zu betreten, schlägt und tritt der braune Haufen mit voller Kraft gegen die Tür, bis sie letztendlich zu Bruch geht.
In Todesangst um seine Familie, entscheidet er sich die Wohnung, durch das Küchenfenster, zu verlassen. Damit wollte er die Nazis von seiner Wohnungstür weglocken und wieder auf sich aufmerksam machen.
Die 15 Personen lassen von der Tür ab und umzingeln Robert. Artur Krug, vorerst bewaffnet mit einem Messer, lässt sich von seinem Kameraden eine Golfschläger reichen. Er trifft den Nigerianer damit mehrfach im Brustbereich. In der eindeutigen Notwehrsituation, wird Krug von Nwanna im Schulterbereich mit einem Messer getroffen. Nwanna sucht danach sofort die Flucht auf und sucht keine weitere körperliche Auseinandersetzung.

Der Kriminalhauptkommissar Tiemann notiert, dass neben Nwanna auch seine Verlobte mit auf dem Revier war und ergänzt: „Dabei war auch ein circa anderthalb Jahre altes weibliches Kleinkind, augenscheinlich eine Mulattin.“ Dass solch eine rassistische Äußerung von einem Beamten kommt, ist mehr als erschreckend. Des Weiteren ist es zu kritisieren, dass trotz Nwannas Beschwerde auf Grund starker Schmerzen, der zuständige Arzt erst 14 Stunden nach der Ingewahrsamnahme eingeschaltet wird.

Die damalige Kieler Staatsanwältin sieht von Anfang an die Schuld bei Nwanna. Nach mehreren Verhandlungen, ebenfalls gegen die Rassisten, welche aber fallen gelassen wurden, wurde am 24.06.09 das Urteil ausgesprochen. Für sechs Monate Freiheitsstrafe auf zwei Jahre Bewährung entscheidet sich der zuständige Richter.

Abgesehen davon, dass der Richter die Tatsachen verdreht und bei der Urteilsbegründung falsche Aspekte dazu erfindet und entscheidende Fakten weglässt, halten wir das Urteil für mehr als unangebracht! Da Nwanna in klarer Notwehr gehandelt hat, halten wir einen Freispruch für zutreffend!

SOLIDARISIERT EUCH MIT ROBERT NWANNA!
PLAN-B ANTIFA SEGEBERG

Demo: 03.07.09 15:30 Uhr Marktplatz Bad Segeberg

Den Aufruf bitte ausdrucken und verbreiten!

Aufruf als Word-Datei

Aufruf als JPG

NPD Funktionäre aus der Deckung holen! – Outingaktion in Leezen!

Am vergangenen Samstag, den 20.06.09, verteilten AntifaschistInnen in Leezen (Kreis Segeberg) Flugblätter, die über den NPD-Funktionär Wolfgang Schimmel informiert haben.
Die AntifaschistInnen füllten die Briefkästen in Schimmels Umgebung mit den Infoblättern.

Wolfgang Schimmel ist seit vielen Jahren in der rechten Partei aktiv und wurde kürzlich zum Landesschatzmeister der NPD gewählt. Im letzten Jahr entwickelte er die NPD-Schulfhof-CD, welche an deutschen Schulen verteilt wird, um schon den Jugendlichen rechtes Gedankengut einzuflößen. Das Outing wurde im Rahmen der Anti-NPD-Kampagne „Alles muss man selber machen – Weg mit der NPD“ duchgeführt.

Flyer zu Kampagne

Das Flugblatt zum Outing ist auf dem folgenden Link bei den Kommentaren zu finden.
http://de.indymedia.org/2009/06/254507.shtml

Antifa Soliparty

Am 11.07.09 wird es eine Antifa Soliparty im AJH Bargteheide geben.

Einlass: 20 h
Beginn: 21h

Live: Pan Tau (Ska), Staatseigentum(Punk), Twinkle Company (Psycadelic Funk)
DJ: Bagdadcity Bassmutanten (Electro)

Eintritt: 3 Oiro

weitere Infos zur Location: www.autonomes.de

Die Band „One Eggs“ hat leider abgesagt aber dafür spielt eine Punkband, „Staatseigentum“, aus Itzehoe.

p.s.: Flyer ausdrucken und verteilen!

Online-Shop Amazon die rote Karte zeigen !

Traurig aber wahr: Amazon-Deutschland zahlt der NPD jeden Monat viel Geld. Amazon bietet reihenweise Neonazi-Bücher aus dem NPD-eigenen „Deutsche Stimme-Verlags“ auf seiner Webseite zum Kauf an. Damit verdient Amazon selbst an der Nazi-Partei und finanziert deren menschenverachtende Ideologie gleichzeitig mit. Auf Nachfrage eines Journalisten hieß es lediglich „Es gibt eine Nachfrage dafür, die wollen wir befriedigen.”
Bis vor kurzem hatte Amazon sogar noch die NPD in ihrem Partner-Programm. Aufgrund der vielen Proteste wurde zumindest diese Zusammenarbeit gestoppt. Das reicht uns aber noch lange nicht!

Wir werden jetzt erst recht Druck machen, damit auch endlich alle NPD-Bücher aus dem Amazon-Sortiment endgültig verschwinden.

Helft mit die NPD bei Amazon rauszukicken. Das geht ganz einfach! ! !

Möglichkeit 1: Du rufst direkt (und kostenlos!) bei Amazon.de an :

Die gebührenfreie Telefonnummer ist: 08 00-2 62 96 63
Montag bis Freitag von 7:30 bis 20:00 Uhr und am Wochenende von 10:00 bis 18:00 Uhr

Möglichkeit 2: Du schickst einen Brief an Amazon

Das ist die ganz einfache Lösung. Einfach folgenden Brief in ein Worddokument reinkopieren. Deine Absenderadresse und Datum hinzufügen. Eintüten. 55-Cent Briefmarke drauf und abschicken. (Den Brief kannst du auch schicken, wenn du kein Konto bei Amazon.de hast. Die Überprüfen das ja nicht, weil es viel zu viel Aufwand wäre…)

Hier der Musterbrief:

----------
Amazon.de
Kundenbetreuung
Moosacher Str. 51
80809 München

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bestürzung habe ich gestern in verschiedenen Medien Artikel über ihren Versand gelesen. Darin ging es um die Verbindungen zur rechtsextremen NPD. In den Texten wurde darauf hingewiesen, dass Amazon.de Bücher des NPD-eigenen „Deutsche Stimme-Verlags“ anbietet und darüber große Summen an diese verfassungsfeindliche Partei zahlt.

Laut dem NPD-Watchblog NPD-Blog.info war Ihre bisherige Reaktion auf Kritik daran: „Es gibt eine Nachfrage dafür, die wollen wir befriedigen.”

Als langjähriger Kunde Ihres Portals bin ich ziemlich überrascht und erschrocken, dass sie einer Partei, die eine menschenverachtende und ganz klar anti-demokratische und rassistische Ideologie vertritt so ein Forum bieten und direkt finanziell in ihrer Arbeit unterstützen.

Ich möchte Sie bitten mir mitzuteilen, ob Amazon.de weiterhin die rassistischen Bücher des „Deutsche Stimme-Verlags“ verkaufen wird. Falls diese Information stimmt, werde ich in Zukunft keine Bestellungen mehr bei Ihnen tätigen und auch allen meinen Freunden und Bekannten davon abraten!

Sie werden verstehen, dass ich nicht bei einem Versand bestellen möchte, der direkt mit finanziellen Mitteln eine verfassungsfeindliche Partei unterstützt.

Bitte schicken Sie mir sobald wie möglich eine Antwort auf meine Nachfrage zu.
-------

Infos unter :
Kein Bock auf Nazis
Taz.de

Demo am 13.06.09 in NMS Einfeld

Wegen des aktuellen Zustands in Neumünster wird es am kommenden Samstag eine Demo unter dem Motto „Schluß mit der Nazigewalt!“ in Neumünster Einfeld geben. In Neumünster ist es keine Seltenheit mehr, dass in linken Zentren Scheiben eingeworfen werden, aktive Personen zusammen geschlagen und Drohungen ausgesprochen werden. Wir solidarisieren uns mit den neumünsteraner GenossInnen in jeder Hinsicht und rufen dazu auf an der Demo teilzunehmen und damit die Antifaschisten zu unterstützen!

NAZIS HABEN KEINEN PLATZ IN UNSERER GESELLSCHAFT!

hier der Aufruf:

Schluss mit der Nazigewalt!

Antifaschistische Demonstration am 13.06.2009
Um 11.30Uhr Bahnhof Einfeld/Neumünster

Schluss mit der Gewalt der faschistischen “Ag Neumünster” und aller anderen Nazibanden!

Seit Anfang diesen Jahres wurden mehrere Neumünsteraner BürgerInnen Opfer neonazistischer Gewalttaten. Mehrmals gab es Anschläge auf Wohnhäuser, Fahrzeuge und Menschen. Diese Anschläge bewegen sich zwischen
Sachbeschädigungen ( zerstochenden Autoreifen, eingeworfenen Fensterscheiben etc.), Körperverletzung und
Brandanschlägen. So brannte kürzlich ein PKW vor einem alternativen Wohnprojekt gänzlich aus, hierbei wurde
festgestellt, dass es sich eindeutig um Brandstiftung gehandelt hat.
Hinter den Taten stecken vermutlich organisierte Neonazis der sogenannten “Aktionsgruppe (AG) Neumünster”, die sich am “Vorbild” der für ihre Gewalttaten bekannten “AG Kiel” orientieren.
Die letzten und bisher brutalsten Vorfälle der Reihe faschistischer Gewalttaten in NMS begannen mit einem Überfall auf eine kleine Gruppe TierrechtlerInnen, die am späten Nachmittag des 16. Mai vor dem Zirkus Renz Flugblätter verteilten. Sie wurden von 10 Nazis überfallen, 2 Personen wurden dabei auf dem Boden liegend von den Nazis geschlagen und getreten, und erst durch das mutige und entschlossene Eingreifen eines Passanten beendeten die Nazis ihren Überfall und flohen. Die beiden Verletzten mussten im Krankenhaus behandelt werden.
In der Nacht vom 6. auf den 7. Juni wurde eine Fensterscheibe eines Mehrfamilienhauses, in dem auch ein Bündnismitglied und AJZ Vorstandsmitglied wohnt, mit einem Pflasterstein eingeschmissen. Opfer wurde auch eine benachbarte Familie, die im selben Haus lebt. Zum Zeitpunkt des Überfalls befand sich u.a. ein Kleinkind in der Wohnung. Ein Hausbewohner verletzte sich an den Scherben und musste nachts noch ambulant im Krankenhaus behandelt werden, Folgeschäden können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausgeschlossen werden.
Am 7. Juni wurde der Pressesprecher des Bündnis gegen Rechts in seinem Auto von Nico S. und einer weiteren Person
ausgebremst und von der Spur gedrängt .Schließlich wurde mit Hilfe eines Teleskopschlagstocks , noch während der Fahrt eine Scheibe am Fahrzeug des Bündnismitgliedes zerschlagen. Der Täter Nico S. nutzte dazu das Auto seiner eigenen Familie, die in der Einfelderstraße ein Massagestudio betreibt. Es ist offensichtlich, dass sie Nicos
Gedankengut nicht nur dulden, sondern es auch teilen.
Der in Neumünster-Einfeld wohnende Nico S. ist einer der aktivsten Personen der AG Neumünster. Nico S. war bzw. ist auch aktiv in der „AG Kiel“ an der sich wie erwähnt die AG Neumünster orientiert. Nicht nur am 7.6. benennen Augenzeugen und Geschädigte Nico S. als einen der Täter, sondern auch bei anderen Überfällen der Vergangenheit soll dieser aktiv beteiligt gewesen sein. Es laufen zur Zeit mehrere Ermittlungsverfahren. Des Weiteren beteiligt an der “AG Neumünster”, ist der seit 2008 in Neumünster wohnende Alexander H. . H. stammt ursprünglich aus Neustadt, ist seit Jahren aktiver Nazi, auch seiner Zeit im Umfeld der terroristischen und verbotenen Combat 18, und musste sich bereits für einen Anschlag auf das Neustädter Denkmal der Cap Arcona, sowie für Gewalttaten vor Gericht verantworten.

Gewalt als Prinzip und Mittel zum Zweck
Die Gewalttaten, wie sie zur Zeit in Neumünster und unter anderem auch in Kiel stattfinden, sind kein Zufall oder Resultat der Taten einiger Durchgeknallter. Damit verfolgen die Nazis das Ziel, gezielten Terror gegen politische GegnerInnen ihrer menschenverachtenden Weltanschauung zu verbreiten und versuchen, durch Sachschäden und Verletzungen diese einzuschüchtern. Die vergangenen Angriffe zeigen, dass die Gewalt durch Nazis immer mehr zunimmt und das alle Menschen davon betroffen sind.Wenn Nazis sich oftmals in der Öffentlichkeit “friedlich” geben, ändert dies nichts an ihren gewalttätigen Zielen, die die angebliche “Ungleichheit” von Menschen zum Prinzip macht und die Ermordung von Menschen, die sie als „lebensunwert“ deklarieren, zum Ziel hat.
Gerade die Nazis der Aktionsgruppen lassen zunehmend ihre Maske fallen.Wie schon die Nazis im Mai 1945, rief
die„AG Kiel“ jüngst ihre Mitglieder und andere Kieler Nazis dazu auf, als “Wehrwolfeinheiten zu agieren”. Deutlicher kann man das Bekenntnis zum historischen Nationalsozialismus kaum formulieren.
Wir lassen uns von den Gewalttaten der „AG Neumünster“ weder einschüchtern noch von antifaschistischer Arbeit abhalten. Vielmehr belegen die Vorfälle die Notwendigkeit: Geschwiegen wurde von offizieller Seite lange genug in dieser Stadt und das Naziproblem gestaltet sich zunehmend vielschichtig. Denn ob Nazis nachts Fensterscheiben einschmeißen oder versuchen über Fußballspiele (oder Dart in der Titanic) Akzeptanz in der Gesellschaft zu finden, so beflügelt sie doch immer das selbe rechtsextremistische Gedankengut. An dieser Stelle sei einmal kurz an das Wahlversprechen des künftigen Oberbürgermeisters Dr. Olaf Tauras zu mehr Engagement gegen Rechtsextremismus erinnert und gleichzeitig festgestellt, die Kommunalpolitik in Neumünster soll die Realität zur Kenntnis nehmen und die
heißt:
Neumünster hat ein Naziproblem!
Dies belegen neben den Angriffen auch die Wahlergebnisse der rechtsextremen Parteien, die in Neumünster regelmäßig und permanent über dem Landesdurchschnitt von Schleswig-Holstein liegen.Die Kommunalpolitik muss daher alle Möglichkeiten überprüfen und ausschöpfen, die Nazi-Treffpunkte in Neumünster zu schließen und muss sich klar positionieren, zu Protesten mit aufrufen und der Nazigewalt in Neumünster ein Ende setzen. Auch, wenn sie eine antifaschistische Bewegung aus der Bevölkerung nicht ersetzen können, die notwendig ist, den Nazis hier und anderenorts Einhalt zu gebieten.

Antifaschistische Aktion Neumünster
Bündnis gegen Rechts

Weitere Information über die Naziaktivitäten in und um Neumünster findet ihr unter anderem auf folgenden Seiten:
www.antifanms.blogsport.de
www.verein-tolzi.de
www.shnazi.wordpress.com

Aufruf als PDF

Deutsche Pozilisten schützen die Faschisten!

Mal wieder hat die Justiz den rassistischen Normalzustand bewiesen und gezeigt, dass sie diesen toleriert!

Der Nigerianer, Robert N. geht am 26. Mai 2005 in Wahlstedt (Kreis Segeberg) einkaufen. Nichts ahnend begiebt er sich nach dem Einkauf auf seinen Heimweg. Etwa 50 Meter vor seiner Erdgeschosswohnung halten sich eine Gruppe junger Leute auf. Der grölende Haufen, mit seinen zwei Kampfhunden, ist zu diesem Zeitpunkt (ca. 19:00 Uhr) schon entsprechend betrunken.

Bewaffnet mit Messern, einem Golfschläger und einer Schaufel, begegnet der, bei der Pozilei bekannte, braune Mob dem Nigerianer, Robert N. Rassistische Pöbeleien, Schubsereien, Tritte und Schläge ins Gesicht sollten wohl nicht reichen. Robert N. versucht zu fliehen und rennt auf seine Haustür zu. „Der Mann wollte ganz einfach vorbeigehen, er wollte nur zu seiner Wohnung“, bestätigt ein Nachbar, der den Vorfall beobachtete.

N. wird von drei Männern aus der Gruppe verfolgt. Darunter befindet sich auch Artur Krug, der gerade erst wegen eines Raubüberfalls verklagt und zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Krug zieht sein Messer, wirft es dann aber kurze Zeit später, mit der „intelligenten“ Äußerung:“Das Ding ist viel zu kurz!“, wieder weg. Stattdessen lässt Artur Krug sich, von seinem Kumpel, einen Golfschläger reichen. Er trifft N. damit mehrmals im Brustbereich. Im nächsten Moment wird Artur Krug mit einem Messer im Hals getroffen, überlebt aber.

Diese Tat ist aus unserer Sicht ganz klare Notwehr gewesen.

Die, von Augenzeugen alarmierten, Pozilisten legen Robert N. sofort Handschellen an und nehmen ihn mit auf die Segeberger Pozileiwache. Seine Aussagen, dass er von ca. 7 Personen angegriffen wurde, wird ihm nicht geglaubt. Stattdessen sympathisieren sich die Bullen lieber mit den Nazis, die vehement das Gegenteil lallen. Ein Kriminalhauptkommissar legt schriftlich nieder, dass auch Robert N.s Verlobte mit auf dem Revier sei, das Wort „Verlobte“ schreibt der Beamte in Anführungsstrichen. Und ergänzt: „Dabei war auch ein circa anderthalb Jahre altes weibliches Kleinkind, augenscheinlich eine Mulattin.“ Anstatt den Tathergang mal gründlich zu durchleuchten, halten es die Behörden für richtig, auf Blutproben von Artur Krug und dessen Kumpanen zu verzichten – das Ergebnis hätte Aufschlüsse über deren Glaubwürdigkeit bringen können.

Silke Füßinger, die zuständige Kieler Staatsanwältin, sieht die Schuld an der Auseinandersetzung von Beginn an allein bei N. Nach jahrelangen Ermittlungen und Dutzenden Vernehmungen klagt sie den Afrikaner wegen gefährlicher Körperverletzung an, eines Delikts, das mit zehn Jahren Gefängnis bestraft werden kann.

Die Segeberger Pozilei bestätigt ohnehin jedes Wochenende wie gleichgültig ihnen körperliche Auseinandersetzungen sind. Doch leider bleibt es dabei nicht in Segeberg. Die deutsche Justiz unterstützt jeden Tag den institutionellen Rassismus!

WIR SOLIDARISIEREN UNS MIT ROBERT N. UND FORDERN EINEN SOFORTIGEN FREISPRUCH!!!

Die nächsten Gerichtstermine sind am: 08.06.09; 10.06.09; 17.06.09; 24.06.09; 26.06.09, jeweils um 10.30 Uhr im Amtsgericht Bad Segeberg .

Wir rufen dazu auf, zu den Gerichtsverhandlungen zu erscheinen, den Behörden und den Nazis unsere Wut zu zeigen und Robert N. den Rücken zu decken!!!

Demo nach wiederholten Naziübergriffen in Kiel

In der Nacht vom 29.5. auf den 30.5.09 wurden erneut Scheiben beim Wohnprojekt Dampfziegelei in der Wik und bei der Druckerei der Hansa48 von Neonazis mit Steinen eingeschmissen. Die Dampfziegelei wurde damit zum zweiten Mal, die Hansa48 bereits zum dritten Mal Ziele von Anschlägen, welche höchstwahrscheinlich von Neonazis der faschistischen „Aktionsgruppe Kiel“ begangen wurden.

Bereits am 23.5.09 tauchte eine größere Gruppe bewaffneter Neonazis am Wohnprojekt Dampfziegelei auf und bedrohte BesucherInnen einer dort stattfindenen Party. Auch hier waren bekannte Nazis der „AG Kiel“ dabei. Wie in den letzten Tagen bekannt wurde, sind aktive Neonazis aus diesem Spektrum in ein Haus in unmittelbarer Nähe zur Dampfziegelei gezogen. Sie beanspruchen die Wik als ihr „Revier“ und verkleben Aufkleber mit der Aufforderung zur Errichtung so genannter „National befreiter Zonen“.

Die mittlerweile hinlänglich bekannten Mitglieder dieser Gruppe sind immer wieder verantwortlich für Übergriffe auf (vermeintliche) AntifaschistInnen und nächtliche Attacken auf Projekte, die sie der linken Bewegung zurechnen. In einem Fall hat die Staatsanwaltschaft nun ein Verfahren gegen ein Mitglied der „AG Kiel“, Daniel Z., begonnen. Dieser war im April 2008 am Tag nach einem Anschlag auf den Kinderladen der Hansa48 im Innenhof aufgetaucht und wollte die angerichteten Schäden fotografieren.

Am kommenden Freitag, den 05.06.09, wird es aufgrund der aktuellen Vorfälle eine Demonstration unter dem Motto „Schluss mit der Nazi-Gewalt!“ geben, die um 17:00 Uhr vor der Hansastraße 48 beginnt.
Die Demonstration ist eine Initiative der betroffenen Projekte und wird von uns unterstützt.

Weitere Infos zur aktuellen Situation:

- Presseartikel der shz und der TAZ sind im Pressespiegel dokumentiert
- Auf Indymedia gibt es einen ausführlichen Bericht zur aktuellen Situation in der Wik
- Im FSK Hamburg lief ein ausführlicher Beitrag zur Situation in Kiel

Unterstützt unsere Genossen in Kiel und zeigt den Nazis, dass sie in Kiel und nirgendwo anders nichts zu suchen haben!!!




kostenloser Counter
Poker Blog